1. Juni 2019 – es war nicht nur der längste Tag des Jahres, es war auch der heißeste Tag des Jahres bei der Ironman European Championship 2019. Die extrem herausfordernden Bedingungen machten die 3,8 km Schwimmen im Langener Waldsee, die 185 km Radrunde über Frankfurt, das Maintal und die Wetterau, sowie den Marathon entlang des Mains zur absoluten Härteprüfung. Diese Herausforderung stellten sich Daniel Schenke und Michael Kuhnle von MACK-Team SF Dornstadt. Schon im Vorfeld hatte Kuhnle bedenken, dass für das Schwimmen ein Neopren-Verbot ausgesprochen werden wird. Bei einer Wassertemperatur bei weit über 24 Grad kam es dann auch dazu. Der Neoprenanzug hilft bei den Meisten zu einer guten Wasserlage und damit für bessere Schwimmzeiten, aber bei diesen Temperaturen würde der Körper auch im Wasser überhitzen. So konnte er seine angepeilte Schwimmzeit von 1h 20min auch nicht ganz erreichen. Nach 1h 33min entstieg er dem Wasser und konnte sich auf Radstrecke begeben. Der sehr gute Schwimmer vom MACK-Team, Daniel Schenke kam schon nach 57 min mit an der Spitze der 3000 Teilnehmer aus dem Wasser. Die 185km absolvierte er dann in 5h 38min was ein Schnitt von fast 33h/km bedeutet. Kuhnle benötigte 6h 39min. Dann kam die große Hitze auf der Marathon-Laufstrecke. Beide laufen normal einen Einzelmarathon locker unter 4 Stunden, aber bei den Bedingungen und nach dem Radfahren war die Belastung extrem. Viele mussten dann auch vorzeitig aus dem Rennen. Von den 3000 Startern kam dann auch nur 2063 ins Ziel. Daniel kämpfte sich mit einer Marathonzeit von 4h 33min in Ziel. Mit einer Gesamtzeit von 11h 17min erreichte er einen hervorragenden 39. Platz von 109 Startern in seiner Altersklasse. Michael erreichte die Ziellinie auf dem Frankfurter Römerberg mit der Marathonzeit von 4h 41min, Gesamtzeit 13h 9min und Platz 212 von 352 in seiner AK. Eine sehr respektable Leistung für seine erste Langdistanz bei den extremen Bedingungen.

 

Daniel Schenke auf der            Michael, You are an Ironman
Zielgraden zum Ironman

Parallel zum Ironman waren viele Einzelstarter und auch die Mannschaft der Liga Nord vom MACK-Team in Erbach am Start. Für die Liga stand der Team-Wettkampf mit 500 Meter schwimmen, 20 Km Rad und 5km Laufen auf dem Programm. Dabei starten 4 Athleten einer Mannschaft gemeinsam. 3 der 4 müssen dann auch wieder zusammen über die Ziellinie. Dabei ist Team-Work angesagt. Schon beim Schwimmen wird versucht untereinander den Wasserschatten auszunutzen. Schwimmt man direkt hinter einem Schwimmer, kann man durch die Sogwirkung bis zu 10% an Kraft sparen. Auch dem Rad darf innerhalb des Teams der Windschatten ausgenutzt werden. So fährt man im sogenannten belgischen Kreisel – man wechselt sich nach ca. 1 Minute in der Führungsarbeit ab, wobei  man eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 40 km/h erreicht. Auch bei dem abschließenden 5km Laufen wird der schwächste Läufer oft von den Anderen angeschoben. Für die Dornstadter waren am Start Bernd Wolfahrt, Alexander Hanke, Oliver Mülker und Maximilian Köpf. Durch eine geschlossene Mannschaftsleitung erreichten auch alle 4 gemeinsam nach 1h 15min 35 sec die Ziellinie und belegten damit den 14. Platz. Das beste Ergebnis im 3. Wettkampf der Liga- Saison für das MACK-Team.

Die Liga-Mannschaft mit Bernd Wolfahrt, Oliver Mülker, Alexander Hank, Maximilian Köpf

 

 

Die Liga-Mannschaft beim 20 km Zeitfahren

 

 

Auch viele Einzelstarter vom MACK-Team waren trotz der extremen Hitze am Start.

Volkstriathlom
Platz / AKName500m
Schwimmen
20km
Radfahren
5km
Laufen
Gesamtzeit
35. / 4.Fabian Höhl0:08:590:40:500:24:041:18:33
45. / 3.Lukas Jörg0:09:360:40:240:24:061:19:26
56. / 5.Thomas Pais0:09:500:40:090:25:531:20:19
88. / 6.Johannes Heim0:09:250:43:390:26:071:23:58
178. / 19.Matthias Wieben0:11:040:44:400:27:301:30:35
207. / 5.Andrea Jörg0:11:220:45:090:30:481:33:04
Kurztriathlom
Platz / AKName1.500m
Schwimmen
40km
Radfahren
10km
Laufen
Gesamtzeit
92. / 3.Victoria Gierl0:33:221:23:230:51:582:53:39
100. / 1.Sandra Schwally0:30:041:29:100:50:062:54:57
134. / 20.Christoph Kraft0:30:511:41:280:41:573:03:18
204. / 11.Helmut Machatschek0:38:451:41:151:06:523:32:49

 

Das Rennen.

Glasklares Wasser, majestätische Alpen, das prunkvolle Schloss Herrenchiemsee – Triathlon erleben, wo andere Urlaub machen. Beim 8. EBERL Chiemsee Triathlon wurde wieder auf Bayerns schönstem Flecken um Meter und Sekunden gekämpft. Der Startschuss für den Triathlon fällt am Ostufer des größten Sees in Bayern, im malerischen Urlaubsort Chieming. Von der Chieminger Bucht aus stürzen sich die Sportlerinnen und Sportler in die Fluten des bayerischen Meeres mit Kurs auf die weltberühmte Herreninsel. Im Sattel wird die Jagd um die beste Platzierung auf einem Rundkurs durch den idyllischen Chiemgau im Schatten der eindrucksvollen Voralpen fortgesetzt. In den Laufschuhen geht es dann am Ufer des Chiemsees dem Ziel entgegen. Insgesamt 5 Dornstadter Triathleten hatten die Gelegenheit durch einen VIP-Startplatz des Hauptsponsors Puma beim diesem Event dabei zu sein und das Puma Tricats-Team zu verstärken. Auch am Chiemsee waren die Temperaturen um die 40 Grad, was besonders den Teilnehmern  der Mitteldistanz, auf der Markus Primus und Peter Lösch starteten, schwer zu schaffen machte. Für die 2km Schwimmen, 80km Rad und den abschließenden Halbmarathon benötigte Lösch 5h 19min und belegte damit Platz 138 (AK 5). Markus Primus kam nach 5h 21min auf Platz 141 (AK 19). Bernd Sauter nutzte den Wettkampf auf der Olympischen Distanz als Test für den Start auf der Langdistanz in Roth am 7. Juli. Für Ihn hieß es dann auch nicht die letzten Körner geben. Trotzdem erkämpfte er sich nach 2h 27min für die 1,5km Schwimmen, 40km Rad und 10km Laufen den 2. Platz in der AK 55 (Gesamt Platz 40). Dorothea Sauter kam als Erste ihrer Altersklassen nach 3h 48min in Ziel. Das Podest knapp verfehlt hat Andrea Primus als 4. in ihrer AK nach 2h 56min.

Andrea und Markus Primus bei Chiemsee-Triathlon