Erbach, 28. Juni. Als die 15 Triathletinnen und Triathleten des MACK-Team SF Dornstadt am Sonntagmorgen ihre Rennräder ins Auto luden, zeigte die Uhr gerade einmal 7 Uhr. Doch schon zu diesem frühen Zeitpunkt lag eine drückende Hitze über der Region. Schnell war allen klar: Dieser Triathlon in Erbach würde kein gewöhnlicher Wettkampf werden. Die Wetterprognosen hatten die Organisatoren bereits im Vorfeld zum Handeln gezwungen. Aufgrund der erwarteten Temperaturen wurde die Laufstrecke der Olympischen Distanz von zehn auf fünf Kilometer verkürzt – eine Entscheidung, die sich im Laufe des Tages als absolut richtig herausstellen sollte. Bereits das Schwimmen im Erbacher Badesee hatte seine Besonderheiten. Mit einer Wassertemperatur von stolzen 28 Grad fühlte sich der See eher wie ein Hallenbad an als wie ein Freigewässer. Gestartet wurde in mehreren Wellen. Für zusätzliche Herausforderungen sorgten die zahlreichen Armleuchteralgen im Wasser. Nicht wenige Sportler verließen den See mit einem unfreiwilligen „grünen Souvenir“ am Oberkörper. Nach dem langen Weg in die Wechselzone ging es auf die Radstrecke. Inzwischen hatte das Thermometer bereits die 30-Grad-Marke erreicht. Ein stetig zunehmender Wind, der teilweise böig durch die offene Landschaft fegte, verlangte den Athleten höchste Konzentration ab. Immer wieder mussten die Fahrer ihre Rennmaschinen gegen die Windstöße stabilisieren. Der Gegenwind wurde zu einem ständigen Begleiter auf den Kilometern rund um Erbach. Doch die größte Herausforderung wartete erst beim abschließenden Lauf. Kaum hatten die Sportler die Laufschuhe geschnürt, verzogen sich die letzten Wolken. Die Sonne brannte nun erbarmungslos vom Himmel und trieb die Temperaturen nochmals nach oben. Der Veranstalter hatte sich bestens auf die Bedingungen vorbereitet. Zusätzliche Wasserstellen und mehrere Spritzduschen sorgten für dringend benötigte Abkühlung. Für zusätzliche Motivation sorgte kurz vor dem Ziel die Zwei-Mann-Band „Tonphobie“, die mit ihrer Live-Musik den erschöpften Athleten noch einmal neue Kräfte verlieh. Im Ziel warteten schließlich Wasser, gekühlte Getränke, erfrischende Wassermelonen und Marmorkuchen auf die Finisher – eine willkommene Belohnung nach einem Wettkampf unter Extrembedingungen. Für das MACK-Team SF Dornstadt endete der Tag mit einem beeindruckenden Erfolg. Alle 15 gestarteten Athletinnen und Athleten erreichten gesund das Ziel und bewiesen dabei nicht nur sportliche Stärke, sondern auch große mentale Widerstandskraft. Besonders erfreulich: Das Team konnte insgesamt acht Podestplätze erkämpfen.
