Vom Hochgebirge ans Mittelmeer – Dornstadter Ausdauerduo erlebt Abenteuer beim „Camino de Dragones“

Spanien – Es muss nicht immer ein Triathlon sein: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung zog es Bernd und Dorothea Sauter auf ein außergewöhnliches Abenteuer – den spektakulären Trailrun „Camino de Dragones“ quer durch Spanien. Insgesamt stellten sich 28 Teams mit jeweils neun bis zehn Läuferinnen und Läufern der extremen Herausforderung: 330 Kilometer nonstop – von den Pyrenäen bis an die Mittelmeerküste nach Barcelona. In einem der drei vom Sportartikelhersteller PUMA stellte Teams gingen Dorothea und Bernd an den Start. Der Startschuss fiel am Samstagmorgen um 9 Uhr im hochgelegenen Vallter auf rund 2.000 Metern Höhe. Von dort aus führte die Strecke über anspruchsvolle Trails, durch teils unwegsames Gelände und über zahlreiche Höhenmeter – ein echter Härtetest für Körper und Geist. Das Besondere: Gelaufen wurde im Team, wobei sich die Athleten abschnittsweise abwechselten. Jeder Läufer absolvierte Teilstrecken zwischen sieben und 15 Kilometern – bei Tag, aber auch in der Nacht. Ausgerüstet mit Stirnlampe und Leuchtstreifen ging es durch die Dunkelheit, während vom Rest des Teams die nächste Wechselzone mit dem Auto angesteuert wurde. Neben der sportlichen Belastung stellte vor allem die Organisation eine enorme Herausforderung dar. Die Strecken waren nicht markiert, die Navigation erfolgte ausschließlich per GPS über Handy und Uhr – Irrwege waren dabei keine Seltenheit. Hinzu kam der extreme Schlafmangel. Während das Team von Abschnitt zu Abschnitt unterwegs war, blieb kaum Zeit für Erholung und Schlaf. Nach 17 Stunden im Einsatz erreichten die Teams schließlich am Sonntagnachmittag gegen 14 Uhr das Ziel, den Strand von Barcelona. Erschöpft, aber voller Emotionen liefen sie ins Ziel. Im Gesamtklassement belegte das Team einen soliden Platz im Mittelfeld der gestarteten Mannschaften – ein Ergebnis, das angesichts der außergewöhnlichen Bedingungen mehr als beachtlich ist. Für Dorothea Sauter stand im Ziel fest: „Ein wirkliches Abenteuer.“ Mit müden Beinen, aber strahlenden Gesichtern blickten die beiden auf ein Erlebnis zurück, das weit über einen normalen Wettkampf hinausgeht. Ein Rennen, das zeigt: Die Leidenschaft für Ausdauersport kennt viele Formen – und manchmal beginnt das größte Abenteuer dort, wo die Komfortzone endet.